20. März 2016 Allgemein, U11/10 (E) SVL

Im Hinspiel trennte man sich 1:0, nachdem man gegen Schleußig lange die Führung hielt und erst kurz vor Schluss dem Druck nicht mehr standhielt. Für das Rückspiel, der Auftakt zu den Topspielen der Spitzengruppe, hatten wir uns viel vorgenommen und wollten unbedingt zuhause gewinnen. Die Mannschaft begann hochkonzentriert schon mit dem Aufwärmen und wusste, was zu tun ist. Auch hatten wir diesmal seit langem wieder 12 Spieler zur Verfügung, alle waren heiß aufs Spiel.

Von Beginn an waren wir das bessere Team. Nach wenigen Minuten abtasten übernahmen wir die Initiative und legten los mit schnellen Kombinationen. Das erste mal hätte es nach 4 Minuten klingeln können, als Tarik den Pfosten traf. Das zweite Mal scheiterte Pfiff am gut parierenden Hüter, toll von Kretsche in Szene gesetzt. Spielzug um Spielzug gewann man den Eindruck, den Gegner heute zu dominieren. Umso überraschender traf uns der Rückstand nach neun Minuten. Ein einziges Mal passten wir nicht auf und schalteten zu langsam um, die Schleußiger waren entschlossener und trafen zum 1:0 – Tom war machtlos.

Aber wir steckten überhaupt nicht auf, sondern setzten den Gegner noch weit mehr unter Druck, brachten frische Spieler mit Calvin und Jonas. Calvin wie gewohnt mit starken Dribblings und heute auch immer dem richtigen Blick für den Mitspieler und Jonas heute außergewöhnlich offensiv, leitete kurz vor der Pause zwei gefährliche Konter ein. Immer wieder sahen die Schleußiger dem Ball nur hinterher, über die außen mit Aileen und Zoe leiteten wir viele Aktionen ein mit sehenswertem Passpiel und auch gutm Zug zum Tor. Sogar Zielwasser hatten wir getrunken, aber immer wieder kam entweder ein Fuß, die Hand des Hüters oder das Aluminium im Weg. Kein Wunder, das wir heute auch ein „Wembley-Tor“ dabei hatten, das von der Latte zum Boden und wieder raus sprang – für uns ohne Weiderholung sicher auch schwer zu entscheiden.

So gingen wir mit 0:1 in die Pause und einem sicheren Gefühl, das Spiel hier locker drehen zu können, wenn wir weiter so spielten. Leider suchten auch hier schon einige die Schuld woanders. Da wir uns selbst kaum etwas vorwerfen konnten und der Gegner auch nichts anbot blieb hierfür nur der Schiedrichter.

Halbzeit zwei wurde jetzt hektischer, da wir merkten, was auf dem Spiel stand. Pech, dass wir jetzt gegen den Wind spielten und dieser vor allem stärker wurde. Trotzdem brachten wir weiterhin Druck und erarbeitet und Chancen. Nur wurde langsam klar, dass das Tor des Gegner echt vernagelt war. Spätestens, als Tarik einen Abpraller aus über 20m mit dem Vollspann wie an der Schnur gezogen aufs Tor brachte, und der kleine Mann im Schleußiger Tor eine Roman-Bürki-Gedächtnisparade auspackte, rieben sich nicht nur die Trainer verwundert die Augen. Und so kam es, wie es kommen musste. Ein Blackout der gesamten Mannschaft und Tom fast alleine gegen drei – das 0:2. Anchließend wurde das Spiel offener, beide kamen noch zu Chancen aber wir verloren den Mut und auch die Geduld. Der Ehrgeiz war enorm groß, deswegen der Frust verständlich. Trotzdem müssen wir lernen, diesen sportlich abzubauen. Da helfen keine Schimpftiraden und Luftschläge, manchmal kannste machen nix, dat is Fußball. Mund abwischen, weitermachen.

Aufstellung

Tom – Leon (Tim), David – Zoe (Flo), Kretsche, Aileen (Jonas) – Pfiff, Tarik (Calvin)

Tore

keine

Spieler des Spiels

alle