23. Oktober 2018 1. Herren, Aktuell, Allgemein TH

Die Zeichen vorm Spiel waren klar, wenn die Elf von der Demmeringstraße den Anschluss ans Mittelfeld und den somit verbundenen Nicht-Abstiegsplätzen wahren möchte, musste unbedingt ein Sieg her. Komme was wolle.
Mit der Sportgemeinschaft aus dem Gohliser Norden, bekamen es die Jungs der Spielvereinigung mit einer Mannschaft zu tun, die diese Saison auch noch nicht die dicken Punkte einfahren konnte, dennoch drei mal mehr mit voller Punktzahl das Konto auf der Habenseite anreicherten. Also ging es in ein interessantes Spiel an diesem wunderschönen Fussballnachmittag.

In der Anfangsphase gingen die Gäste quasi wie die bekannte „Feuerwehr“ zu Werke und setzten die Genthe-Elf sichtlich unter Druck. Trotzdem ohne zwingende Abschlüsse hinzubekommen. Wodurch die Abwehr das eine oder andere Mal mit Mühe gezwungen war, die Bälle aus der eigenen Hälfte wegzubekommen. Dies besserte sich ab der 10. Spielminute als man etwas mehr Zugriff auf das Spiel bekam. Die Zweikämpfe wurden nun mehr angenommen und man hatte jetzt auch den Zug nach vorn. Leider wurde die Euphorie in der 18. Minute erstmal eingebremst, als Puzanov nach klärendem Kopfball zu langsam in den Abwehrverbund aufrücken konnte und somit Ahmadi frei vorm Tor durch eine Schürze an den Ball kam, sich diesen noch zweimal vorlegte und sehenswert ins lange Eck zum 0:1 vollendete.
Fortan spürte man nun den Willen, das Ergebnis korrigieren zu wollen. Die zwei schnellen Spitzen Schröder und Amborn, zeigten nun einmal mehr was Schnelligkeit und Zug zum Tor ausmacht.
Folgerichtig belohnte man sich in Minute 29, nach geschicktem langem Steilpass auf der linken Seite von Jahnke auf Schröder, welcher mit Tempo in Richtung Grundlinie ging und den Blick für den freistehenden Amborn behielt. Das 1:1, ein wirklich sehenswerter Spielzug.
Das Spiel verlief nun sehr offen und die Möglichkeiten auf beiden Seiten waren stets gegeben. Allerdings konnte mit einem fast identischem Spielzug das bessere Halbzeitergebnis für die Heimmannschaft in der 36. Minute hergestellt werden. Diesmal mit langem Pass von Harenburg auf Schröder, dieser legte erneut uneigennützig quer und Amborn durfte vollenden 2:1.
Bis zur Halbzeitpause passierte dann nicht mehr viel.

Gestärkt aus dem Pausentee, traten die Gäste mit mehr Willen und mehr körperlicher Präsenz zu Beginn der zweiten Halbzeit auf. Als sich in der 51. Spielminute dann auch noch ein Gegenspieler gegen Sperber durchsetzen konnte und unbehelligt zur Hereingabe kam, konnte der hervorragend in den 5-Meterraum gelaufene Stieding per Kopf zum 2:2 ausgleichen. Alle schauten sich wieder an, da die Zuordnung in diesem Moment nahezu nicht vorhanden war.
Nur 7 Minuten später war es mal wieder Amborn der für eine Überraschung sorgte. Aus einer unübersichtlichen Situation 25 Meter vorm Gästetor, zog der bisher beste Schütze der Spielvereinigung einfach mal ab. Der Ball kam zentral aufs Tor und jeder dachte sich, den hat der Hüter sicher. Ja, falsch gedacht, der Gästekeeper sah in diesem Moment so unglücklich aus, da er am Ball vorbei griff und auch noch zu allem Übel dieser durch die Beine ins Tor holperte.
Eine durchaus glückliche Situation für die Spielvereinigung. Dennoch wurde ab dann sehr fahrlässig mit den eigenen Chancen umgegangen. Bis zum Schlusspfiff blieb es spannend, da die Mannen um Amborn, Tetzner und Co. den Ball einfach nicht im Netz unterbringen konnten. Alles im Allem geht dieser Sieg so in Ordnung, wobei man es sich etwas komfortabler hätte gestalten können.

Jetzt heißt es die Erfolgsserie fortzusetzen und am kommenden Samstag am Rande von Leipzig 3 Punkte zu entführen und den dritten Pflichtspielsieg in Folge einzufahren. Dies allerdings wird nur möglich sein, wenn man die konzentrationsschwachen Phasen ausmerzt und die Torchancen gnadenloser nutzt. Man hat jetzt eine Woche, um genau an so etwas zu arbeiten. Also sollten sich ausnahmslos alle zum Training ordentlich reinhängen.

Aufstellung:
Lößnitz-
Quakatz (54. Küster); Scheller; Sperber (81. Hagert)-
Puzanov; Tetzner; Hermann (85. Obermeyer); Harenburg; Jahnke-
Schröder; Amborn

FS