18. Oktober 2023 Aktuell, Volkssport LG

Zu Beginn des 8. Spieltags der höchsten deutschen Volksportliga begrüßte die SpVgg Leipzig am Montagabenddie Gäste vom LFC aus dem Norden der Stadt.Erfahrungsgemäß enden diese Spiele im Karl-Enders-Sportpark recht torreich (letzte Saison 4:3) und meist mit einem Eigentor auf einer Seite. Alle konnten gespannt sein über den Ausgang der Partie. Da es am Wochenende zuvor regnete, war es positiv anzumerken, dass der Platz in einem respektablem Zustand war. Obwohl die Spiele im Herbst traditionell eher angepfiffen werden, mussten sich die zahlreichen, der Kälte trotzenden Zuschauer noch etwa 5 Minuten länger gedulden, weil sich zwei Spieler der Gäste noch umhosen mussten.

Die Volkssportler der SVL begannen ballsicher und ruhig im Spielaufbau, so arbeitete man sich immer näher an den gegnerischen Strafraum heran. Die Abschlüsse waren allerdings häufig zu ungenau und landeten meist neben dem Tor. Es begann Ronny – diesmal im rechten Mittelfeld aufgeboten – mit dem ersten Torschuss der Partie und Lucas, welcher auf der ungewohnten 10 spielte, mit einigen weiteren ungenauen Abschlüssen. Ein ums andere Mal wurden Angriffe gut bis zum Strafraum ausgespielt, jedoch haperte es dann an der Umsetzung des letzten Passes (Daniel z.B. auch mit guter Möglichkeit am Strafraumrand) bzw. am Abschluss (alle Offensivspieler). Ohne ihren zweitbesten Torschützen hatte der LFC in der ersten Hälfte einige kleinere Nadelstiche setzen können ohne wirklich gefährlich zu sein. Wenn sie doch bis vor das Tor kamen, war Heini souverän im Kasten oder nach einem gefährlichen Steilpass auf den treffsichersten Angreifer der Gäste klärte Johannes in letzter Sekunde – á la bonne heure.

Damit war die Halbzeitansprache vom Trainer fast selbst geschrieben: Weiter so, hinten nichts zu lassen, nach vorn sieht es gut aus und vor allem BELOHNT EUCH! Keiner wollte ein Torloses Remis wie gegen die Volkssportler von Roter Stern. Somit war die Marschrichtung für die zweite Hälfte vorgegeben.

Wir begannen die zweite Hälfte druckvoll ohne den letzten Ball konsequent umzusetzen. So dauerte es etwa 5 Minuten bis Lucas im linken Halbfeld den Ball in den Strafraum flankte – Fabi2 war das Ziel – jedoch wurde diese von einem LFC Spieler sehr schwierig abgefälscht, sodass der gut aufgelegte Torhüter das Nachsehen hatte. 1:0 SVL, da war er:der „Dosenöffner“! In der Folge spielten wir zielstrebiger, allerdings immer noch nicht mit letzter Konsequenz. Wir erarbeiteten uns immer mehr und bessere Chancen, allerdings hielt der Hüter auch sehr stark bei unserem Triple-Wumms (frei nach O.Scholz). Drei Chancen innerhalb des Strafraums mit einem Kopfball von Fabi2 wusste der Hüter in dieser Situation zu vereiteln. Kurz darauf ein öffnender Pass auf die linke Seite und Toni spielt den Ball flach und scharf in den 5er wo Jakob nur einschieben muss, aber leider über seinen zitternden Schnürsenkel in Anbetracht des Torjubels stolperte und damit die Chance vergab. Danach hatte Paul die Möglichkeit seinen Torvorsprung innerhalb der Mannschaft auszubauen: Nach langem Ball von Lucas war der Sprint einfach zu anstrengend und der Ball nicht kraftvoll genuggeschossen um den Hüter in dieser Situation zu überwinden.Kurz darauf sollten wir uns endlich belohnen: schön die rechte Seite entlang gespielt, Lucas bekommt den Ball ins Zentrum, läuft in den 16er und schließt auf das lange Eck ab. Drin, 2:0 SVL! Ab dann wurden wir lockerer und wussten wie wir den Ball spielen mussten. Ein verunglückter Abstoß landet bei Paul, welcher direkt Fabi2 schickt und dieser schiebt das Runde ins Eckige am Torhüter vorbei ins Glück. 3:0 SVL! Daraufhin wollte es auch der eingewechselte Danny noch wissen. Pressing in der gegnerischen Hälfte, daher resultiert der Ballgewinn für uns und über Rechts den Angriff ausgespielt bis Danny im Strafraum mit seinem rechten Fuß antäuscht um dann doch mit links ins untere lange Eck zu ziehen. 4:0 SVL! Zum Spielende gab es noch weitere gute Angriffe unsererseits:

Zum Einen flankte Toni von der linken Seite halbflach in den Strafraum, wo Daniel den Ball knapp neben das Tor setzte und zum Anderen hatte Philipp nach einem Steckpass noch die Chance zur Erhöhung, allerdings überlegte er zu lange und testete so die Bauchmuskeln des Torwarts. Eine Dritte Szene, wo Philipp im Strafraum zu Fall gebracht wurde, würdigte der Unparteiische nicht noch mit einem Elfmeterpfiff, was wahrscheinlich an den mittlerweile ziemlich düsteren Sichtverhältnissen lag (und der fehlenden Verbindung nach Köln). Kurz darauf war auch Schluss, denn eigentlich sah man nur noch wirklich die Gäste in den neonorangenen Trikots.

Fazit: Die einstimmenden Worte vom Trainerstab: „flach spielen, hoch gewinnen“ fruchten doch manchmal. Zum Glück belohnten wir uns diesmal für eine ansprechende Leistung,brachten unsere Schüsse auf das gegnerische Tor und nicht nur daneben. Das Ergebnis ist auch in der Höhe durchaus gerechtfertigt, in einem Spiel welches von beiden Mannschaften ohne größere Aussetzer fair geführt wurde – und das ohne unsere etatmäßige 10 (welcher lieber die Füße in SEINEM Schloss auf SEINEM Landsitz hochlegt). Spaß beiseite. Eine sehr gute Leistung auf der wir definitiv aufbauen können und müssen: Schon am Freitag geht es gegen Städtebau, wo wir direkt nachlegen wollen, um uns im oberen Tabellendrittel festzusetzen.

Bis dahin, Gut Kick‘ und Cheerio!

Tore

Eigentor LFC, Lucas, Fabi2, Danny

Aufstellung

Heini – Gunnar, Fabi, Johannes, Patrick – Paul – Ronny (Danny), Toni – Lucas – Daniel (Jakob), Fabi2 (Philipp)